Technik

Gasdruckfedern sollten einwandfrei funktionieren

Sunday, 21-12-2014  

Gasdruckfedern werden klassischerweise an Klappen und Luken installiert. Da diese oft schwer oder massiv sind, gehen von ihr allerhand Gefahren aus, wenn sie unkontrolliert herunter fallen. Um die Folgen von solchen Unfällen zu vermeiden, sollten Gasdruckfedern regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gewartet oder gar ausgetauscht werden. Die Wartung der ausziehbaren Stäbe ist eine Sache von Profis und sollte nur von ihnen unternommen werden. Da sollte der Laie seine Finger von lassen, besonders wenn die Gasdruckfedern mit großem Druck versehen sind und schwere Lasten tragen. Bei der normalsten Anwendung der kleinen zischenden Helferlein allerdings, die an der Klappe am Heck eines Autos, kann man auch schon einmal selbst Hand anlegen, wenn man über ein minimales Verständnis von Technik verfügt und keine zwei linken Hände hat, wie man so schön sagt. An der Heckklappe des KFZ lohnen sich Wartungsarbeiten allerdings kaum, hier wird meistens gleich ausgetauscht, da die Ersatzteile relativ günstig zu haben sind. Hier kann auch der Laie eine schnelle Analyse unternehmen, ob die Gasdruckfedern noch einwandfrei funktionieren oder nicht. Für eine Prüfung der vollen Funktion kann zunächst die Bewegung selbst überprüfen. Wenn alles in Ordnung ist, schwingt die Klappe nach einer kurzen initiierenden Bewegung am Anfang wie von allein auf, bis sie ihren oberen Punkt erreicht hat. Hier sollte die Klappe im besten Falle verweilen, ohne Anzeichen von Schwäche von sich zu geben, das heißt, herunter zu fallen oder schlaff zu werden. Für die Bewegung nach unten schließlich sollte ein eher kräftigeres Ziehen von Nöten sein, um die Spannung  noch einmal zu überprüfen. Ist dies gegeben, sollte die Klappe ab etwa der Mitte ihrer Bewegung wie ganz von allein wieder zurück gleiten und quasi sanft ins Schloss fallen. Wenn die Klappe abschlafft, unkontrolliert herunter fällt oder ins Schloss knallt, ist sie sehr wahrscheinlich defekt und muss ersetzt werden. Dann sind ganz einfach in den meisten Fällen die Gasdruckfedern zu ersetzen – ist das einmal gemacht, sollte die Klappe wie vorher funktionieren. Gasdruckfedern haben übrigens – eine respektable Art und Weise der Anwendung voraus gesetzt – eine Lebensdauer von mehreren tausend Malen auf und zu klappen. Wer seine Heckklappe dauernd knallt und Gewalt anwendet, kann freilich mit kürzeren Intervallen rechnen. Wie alle anderen Instrumente der hoch präzisen Technologie müssen Gasdruckfedern eben auch mit der nötigen Portion Respekt behandelt werden, ansonsten gehen sie schneller kaputt als normal.

Ob Gasdruckfedern noch funktionieren, kann man auch hören

Wenn Gasdruckfedern gut funktionieren, geben sie das typische pfeifende Seufzen ab, das so charakteristisch ist für ihre Anwendung. Das Geräusch kann sich jeder vor Augen – oder besser gesagt: vor Ohren – führen, der bei der nächsten Anwendung mit seiner Klappe am KFZ einmal hinhört. Das Geräusch rührt vom Ausgleich des Drucks zwischen den mit Gas gefüllten Kammern im Inneren des Gestänges her. Ist also ein solches gesundes Geräusch zu hören, sollte alles okay sein mit den Instrumenten und die Funktionen sollten einwandfrei gegeben sein. Wenn die Gasdruckfedern allerdings nicht mehr ohne Einwände funktionieren, ändert sich in den meisten Fällen auch das Geräusch. Dann ist anstelle des pfeifenden Seufzens vielmehr ein aggressives Quietschen oder gar Rattern zu hören. Wird ein solches Geräusch wahr genommen, sollten die Instrumente sofort inspiziert werden und es sollte geprüft werden, ob im Falle des Falles ein Defekt vorliegt. Denn defekte Gasdruckfedern, das sollte bereits klar geworden sein, sind alles andere als lustig da von ihnen seriöse Gefahren ausgehen. Aber darauf soll hier nicht im Detail eingegangen werden. Vielmehr reicht es hier festzustellen, dass die Gefahren bestehen und defekte Instrumente in einem solchen Falle auszutauschen sind. Es zählt also nicht nur die Bewegung selbst, sondern auch der Sound. Hier macht sprichwörtlich der Ton die Musik, wer hätte das bei hoch präzisen Instrumenten einer so elaborierten und innovativen Technologie erwartet? Denn die Bewegung und das Geräusch sind die beiden Parameter, nach denen sich auch der Laie in der Anwendung Tag für Tag orientieren kann, wenn er sich versichern möchte, ob seine Gasdruckfedern noch die volle Funktion besitzen oder nicht. Wer die Bewegung seiner Instrumente kontrolliert und bei jedem Male Öffnen und Schließen der Klappe am Heck des Autos mal genau hinhört, der kann sich vor den gröbsten Gefahren des Alltags schützen, die es bezogen auf die hochpräzisen Instrumente gibt. Wer regelmäßig kontrolliert, beugt vor und schützt auf diese Art und Weise sich selbst und andere.

Es gibt die Instrumente von guter bis minderwertiger Qualität

Man kann Gasdruckfedern nicht nur in allen erdenklichen Größen und Stärken besorgen – die technischen Eigenschaften unterscheiden sich im Detail sogar enorm. Hier ist übrigens eine Vorauswahl zu treffen: Welches Instrument eignet sich am besten für die Art und Weise meiner Anwendung? Stimmen die Dimensionen, die Art der Aufhängung und auch der Druck, mit der die Kammern mit Gas gefüllt sind? Es gibt Gasdruckfedern, wie wohl alle anderen technischen Instrumente auch, am Ende des Tages auch von höchst unterschiedlicher Qualität – vom Ramsch bis zur astrein funktionierenden und immer zuverlässigen Qualität „Made in Germany“ ist alles dabei auf der Bandbreite. Es ist im Übrigen davon abzuraten, auf billige Qualität zu setzen, da diese öfter Gefahr läuft, den Geist aufzugeben. Denn ein Instrument, das alle Nase lang ausgetauscht werden möchte, handelt einem am Ende doch meist nur viel Ärger ein. Doch nicht nur das, es ist am Ende manchmal sogar nicht billiger, da die kürzeren Intervalle der Anschaffung die geringeren Kosten mehr als kompensieren. Augen auf beim Kauf der Gasdruckfedern ist also die Devise, damit nicht minderwertige Qualität ins Haus kommt, die niemandem nützt.


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